21.02.2012

Neuordnung Zustellung in Planung

Aus dem Verlagshochhaus wird gezwitschert, dass die Zustellbereiche neu zugeordnet werden sollen. Danach sollen die Postleitzahlbereiche der City-Ausgabe früher oder später komplett von der ZV München City zugestellt werden. Die City-Ausgabe wird bislang von der ZVZ und teilweise von der ZVR und ZVF abgedeckt. Die ZVS ist fast komplett City-Ausgabe. Der Neuordnung steht nur noch der aktive Betriebsrat der ZVZ im Weg. Deshalb die Inszenierung des "Auftragsentzugs" und dessen lässige Hinnahme durch einen willigen Geschäftsführer. Wenn der Betriebsrat erst rausgekegelt ist, wird die Übertragung anderer Touren auf die ZVMC unproblematischer. Die Neuordnung dürfte deshalb erst vollzogen werden, wenn die Betriebsschließung ZVZ abgewickelt ist. Wer dann letztendlich wo als Geschäftsführer walten darf, ist herzlich egal. Die haben laut Gesellschaftervertrag eh nichts zu sagen und werden bei den regelmäßigen Gesprächsrunden in der SZ Logistik GmbH brav auf Linie gebracht.

Kommentare:

  1. Planungen und Zuordnungen sollte man Fachleuten überlassen. Damit ist alles gesagt. Doch statt sich um eine ordentliche Zustellung zu sorgen, wird nur an den Methoden gefeilt, wie man langjährige und zuverlässige Zusteller mit üblen Methoden um Arbeit und Lohn bringen kann.

    AntwortenLöschen
  2. Der nächste logische Schritt wären dann vier Zustellgesellschaften, also jeweils eine ZV für die vier unterschiedlichen Ausgaben. Ob eine, vier, zehn oder sonst wie viel: Letztendlich ist das egal, denn ohne Zustimmung des Gesellschafter dürfen die sogennanten "Geschäftsführer" ja nicht mal mehr Kopierpapier bestellen. Die werden nur gebraucht, damit sich die SZ die Finger nicht schmutzig macht. Wenn von denen mal einer auspackt...

    AntwortenLöschen
  3. @observer: Mit Ihren Gedanken liegen Sie nicht fern. Wenn man das gedanklich durchgeht, dann macht je eine Gesellschaft pro Ausgabe (also City, West, Nord, Süd, Ost gibt es ja nicht mehr) Sinn. Im Druckzentrum wird die Produktion und Auslieferung viel einfacher. Vielleicht fahren dann auch nicht mehr heillos überladene Lieferwagen rum. (Das ist eh nur eine Frage der Zeit, bis da mal was passiert). Besonders viel Sinn macht das, wenn man dabei gleich die Löhne und Arbeitsbedingungen "optimiert". Die Post- und Werbezustellung steht ja nicht umsonst in den neuen Verträgen. Wenn man den Zustellern Billigverteilung aufs Auge drücken kann, für die dann die SZ richtig abkassiert, kann sie noch Reibach mit den Zustellern machen. Und die Briefpost kommt unter Garantie auch wieder. Die By Post kann auf Dauer auch nicht überleben, wenn sie keinen Weg findet, die "unattraktiven" Randgebiete durch eine Billigvariante zustellen zu können.

    AntwortenLöschen
  4. Gestern habe ich gehört, das die ZVs jetzt wieder bei den Jobcentern anklopfen. ARGE II, Hartz IV - die Verfügungsmasse für Lohndumping muss angezapft werden. Die Zustellung soll zum größten Teil auf der 400 Euro-Basis laufen. Man will also Menschen in Notsituationen ausnutzen, um das "Billiglohnparadies" (wie schon im Blog beschrieben) durchzusetzen. Zahlen darf´s dann der Steuerzahler, weil das dann zwangsläufig Aufstocker werden. Cooles Sparprogramm, oder? Bin nur gespannt, wenn ich in der SZ dann wieder flammende Kommentare lesen gegen die VErarmung im Land. Liebe Edelfedern, schaut doch mal im eigenen Haus.

    AntwortenLöschen
  5. Die sollen erst mal ihre Abozustellung wieder auf die Reihe bekommen, damit der Münchner Merkur-Leser sein heißgeliebtes Blatt wieder regelmäßig bekommt! Dann können sie mal anfangen, von den Nebenprodukten zu träumen. Wenn sie von all dem Weihrauch noch einen klaren Kopf haben, mit dem sie sich einnebeln.

    AntwortenLöschen
  6. @observer: Kleiner Tipp: einfach mal einen der gewesenen Geschäftsführer fragen. Die haben bestimmt viel zu erzählen.

    AntwortenLöschen