04.09.2013

Von Verteilstellenleitern und Aussendienstlern

In verschiedenen ZVen herrscht fröhliches Kommen und Gehen an selbst ernannten oder sich so fühlenden "Führungskräften". Dabei geht es so fröhlich zu, dass manche sich plötzlich vor der Tür vorfinden, obwohl sie doch immer ihrem Herrn mit dem Palmwedel zufächerten. Und dafür andere auftauchen, die zuweilen gar nicht mehr wissen, welchem Herrn sie dienen.

Abgängig sind inzwischen einige Verteilstellenleiter. Obwohl sie sich doch immer beflissen das Fähnchen im Winde trugen und das Wohl des Betriebs im Blick hatten. Sie haben nur den guten Schiller nicht gründlich genug gelesen: "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen". Vor allem dann, wenn der Blick auf das Wohl zuweilen etwas abschweifte.

Freilich ist in diesen Zeiten immer ungewiss, ob ewas Besseres nachkommt. So berichten Kolleginnen und Kollegen von Begegnungen der dritten Art. Etwa mit dunklen Gestalten, die zu nächtlicher Stunde in den Weg springen und verkünden, dass sie nun die neuen Ansprechpartner sind. Rückfragen freilich, in welcher Funktion, in welchem Auftrag und mit welcher Befugnis sie unterwegs sind, können zu völliger Konfusion bei den so Angesprochenen führen. Aber immerhin, die eigene Büroanschrift ist den dunklen Gestalten bekannt: Hultschiner Straße.

Was sich in dem Durcheinander andeutet, ist die schon lange geplante Neuordnung der Zustellung in München. Ablagestellen statt Verteilstellen, das Wiederaufleben einer Art Vertriebsinspektoren (nur mit klangvollerem Titel) und die Zusammenführung auf vier GmbHs (bzw. vier Vertriebsgebiete) analog der Münchner SZ-Ausgaben.

Das Ziel hätte man mit Vernunft und Anstand schon längst erreichen können.


Kommentare:

  1. Hallo Leute von gestern und heute,
    „Das Ziel hätte man mit Vernunft und Anstand schon längst erreichen können“.
    … nicht nur dieses Ziel, man könnte auch schon mit vereinzelten EU-Länder in der Briefzustellung kooperativ zusammenarbeiten! Aber es wird ja nur mit Gedankenlosigkeit, Eigenwilligkeit, Lichtlosigkeit und mit einer sinnlosen Geldverschwendung agiert!

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  2. Kraudn Sepp16.09.13, 01:16

    Geldverschwendung, das isses, Werner. Was haben die inzwischen wohl Kohle verbrannt? Leer stehende Verteilstellen, Lohnfortzahlungen, immer neue und schnell wieder gewesene Geschäftsführer, die immensen Gerichtskosten, Nachlieferkosten etc. Bei der ZVZ kann´s ja jetzt noch richtig teuer werden. Und was haben´s erreicht? Abonnenten nachhaltig vergrätzt oder in Massen gleich ganz verloren, Stammzusteller dahin, Personalprobleme ohne Ende. Bravo, liebe SZ-Macher, gut gemacht!

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  3. Hallo, was darf man hier niederschreiben? Darf ich auch die Wahrheit sagen? Ich versuche es einfach mal im Anonymus, weil ich einen heiligen Zorn habe. Die Verantwortlichen für die Organisation der Zeitungszustellung in München spinnen vom Knochen weg. Das muss denen doch selber weh tun? Was sagen da eigentlich die Obermacker im Verlag dazu? Das muss doch einfach mal so klar gesagt werden!

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